Erinnerungen an einen Menschen, von allen zusammengetragen
Auf einer Beerdigung fotografiert in Deutschland kaum jemand. Aber fast jeder, der den Menschen kannte, um den ihr trauert, hat Bilder von ihm oder ihr: auf dem Handy, im Album, in einer Schachtel im Schrank. Eine private Galerie bringt sie zusammen – für die Trauerfeier, den Trauerkaffee und für die Familie danach.
Hier geht es nicht um Fotos vom Abschied, sondern um das Leben davor: der Urlaub an der Ostsee, der Schrebergarten, der letzte Geburtstag. Die Kollegin hat andere Bilder als der Schulfreund, die Nachbarin andere als die Enkel. Viele davon kennt die Familie noch gar nicht.
Alte Abzüge, einfach abfotografiert
Viele der schönsten Bilder gibt es nur auf Papier. Wer eines hat, legt es flach hin, fotografiert es mit dem Handy ab und lädt es hoch. Dafür braucht es keine App und kein Konto – auch Menschen, die sich mit Technik schwertun, kommen damit zurecht.
Beim Trauerkaffee, wenn ihr es möchtet
Nach der Beisetzung sitzen viele noch zusammen und erzählen. Wenn die Familie es wünscht, können die gesammelten Bilder dort über einen Laptop am Fernseher laufen; neue erscheinen kurz nachdem jemand sie hinzufügt. Oft beginnen dann die Geschichten: wer noch auf dem Foto ist, in welchem Sommer es war.
Ein privater Ort für die Bilder
Die Galerie hat einen privaten Link, steht nie bei Google und zeigt keine Werbung. Ihr könnt jedes Bild im Original herunterladen. Gehört eines nicht hinein, löscht es die Person, die die Galerie angelegt hat – angemeldet mit ihrer E-Mail. Wer weit weg wohnt und nicht kommen konnte, kann seine Fotos trotzdem beitragen.
Schritt für Schritt
Wie ihr die Fotos zusammentragt
1
Mit einer persönlichen Nachricht
Ob Trauerkarte, E-Mail oder die Nachricht, mit der ihr zum Trauerkaffee einladet: Fügt den Link oder den QR-Code hinzu und schreibt in euren eigenen Worten ein, zwei Sätze dazu, etwa „Wenn ihr Fotos von Helmut habt, teilt sie gern hier.“ Eine Traueranzeige in der Zeitung oder ein öffentlicher Beitrag erreicht allerdings alle, die ihn lesen; steht der Link dort, kann jeder von ihnen die Galerie öffnen.
2
Neben dem Kondolenzbuch
Das A5-Schild kann bei der Trauerfeier oder beim Kaffee danach neben dem Kondolenzbuch stehen. So findet jeder den Code, ohne dass jemand etwas ansagen muss.
3
In den Wochen danach
Manche finden Bilder erst später, beim Aufräumen oder auf einem alten Handy. Der Link funktioniert weiter, solange die Galerie online ist. Zum Jahrestag könnt ihr ihn noch einmal verschicken.
4
Für euch behalten
Ladet die Originale herunter, einzeln oder viele auf einmal. Was ihr heruntergeladen habt, bleibt bei euch, auch wenn die Galerie später nicht mehr online ist.
So funktioniert es
Ein Link, den ihr weitergebt
Ihr legt die Galerie an und gebt den Link oder QR-Code an Familie und Freunde. Wer ihn öffnet, kann Fotos und Videos vom Handy hinzufügen – im Browser, ohne App und ohne Anmeldung. Alle Bilder bleiben in voller Qualität an einem Ort.
Ist es angemessen, bei einer Beerdigung zu fotografieren?
In Deutschland ist das unüblich, und viele Familien wünschen es ausdrücklich nicht. Im Zweifel fragt ihr das Bestattungshaus, die Pfarrerin oder den Trauerredner. Für diese Galerie braucht es keine Bilder von der Trauerfeier: Es geht um Fotos aus dem Leben des Menschen, um den ihr trauert.
Wie lange können Angehörige noch Bilder hinzufügen?
So lange die Galerie online ist. Ein Jahr ist im Preis enthalten, gerechnet ab der Zahlung. Danach verlängert sie sich automatisch für £14,99 im Jahr, solange ihr nicht kündigt; kündigen könnt ihr jederzeit, sie bleibt dann bis zum Ende des bezahlten Zeitraums online. Eine frühere Frist gibt es nicht.
Mit welchen Kosten müssen wir rechnen?
Anlegen und Ansehen sind kostenlos, und die ersten 10 Bilder auch, egal wer sie hinzufügt. Damit alle weiter Bilder hinzufügen können, schaltet ihr die Galerie für £39 frei, ein Jahr online inklusive. Wer Bilder beiträgt oder ansieht, zahlt nichts. Überlegt ihr es euch innerhalb von 14 Tagen anders und hat noch kein Gast etwas hochgeladen, bekommt ihr das Geld zurück.
Bekommen die Menschen, die Bilder beitragen, danach Werbung oder E-Mails?
Nein. Keepcove schreibt niemandem, der Bilder beiträgt, eine E-Mail, und in der Galerie gibt es keine Werbung. Ein Konto braucht niemand; wer möchte, gibt nur einen Namen an. Erreichbar ist die Galerie über euren privaten Link, bei Google steht sie nie.
Die Bilder, die bleiben sollen
Die Galerie ist in wenigen Minuten angelegt und kostet bis zum Freischalten nichts. Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht.